PETER KENNEL

Dirigent

BIOGRAPHIE

Peter Kennel wurde in Luzern geboren. Seine grosse musikalische Begabung wurde schon früh entdeckt und gefördert. In kleinen Singspielen und Opern, die eigens für ihn komponiert wurden, sang bereits mit sieben Jahren solistisch auf der Bühne. Nach der Abitur studierte er an der Hochschule Luzern Dirigieren, Gesang und Schulmusik. Nach erfolgreichem Abschluss der Studien, gewann er ein hochdotiertes Stipendium für seine ausserordentliche musikalischen Begabungen, welches ihm eine Weiterbildung im Ausland ermöglichte. Es folgte ein mehrjähriger Studiumsaufgenthalt in München.

Peter Kennel besuchte Dirigier-Meisterkurse u.a bei Herbert Blomstedt, Marcello Viotti und Ralf Weikert, nahm erfolgreich am Strawinsky Dirigierwettbewerb in Mürzzugschlag bei Wien teil und war 1993 Assistenz in der Verdi Falstaff-Produktion am Landestheater in Innsbruck.

1991 bis 2001 war er künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Orchesters Langnau und dessen Konzertchor. 1998 gründete er die „Bach Vocalisten“, dessen künstlerischer Leiter er bis 2002 war.

Im Jahre 2000 wurde er zum Dirigent und künstlerischen Leiter des grossen Konzertchores Harmonie Zürich gewählt, welche regelmässig mit dem international renommierten Tonhalle-Orchester Zürich auftritt. In den vergangenen fünfzehn Jahren profilierte sich Peter Kennel zu einem interessanten und technisch versierten Dirigenten. Mit unkonventionellen, oft thematisch konzipierten Konzertprogrammen, Schweizer Erstaufführungen und Uraufführungen, bereichert er das Zürcher Konzertleben.

2012 gründete er zusammen mit Astrid Leutwyler das „Orchestra of Europe“, welches sich aus aktiven oder ehemaligen Musikern des „Gustav Mahler Jugendorchester“ zusammensetzt. Zahlreiche Aufführungen mit Werken von Mozart (Sinfonien) über Verdi (Requiem) bis hin zu Bernstein (Candide) zeugen von einer spannenden musikalischen Zusammenarbeit.

Seit seiner Interpretation des „Inquisiteur“ in der Oper Galilei von Michael Jarrell 2006 am Grand Théâtre in Genf avancierte Peter Kennel zu einem international gefragten Countertenor. Nebst Opernerfolgen an den Schwetzinger Festspielen, in Wien, Luxembourg, Lissabon, Luzern, Bern und in Zürich, sang er auch als Konzertsänger an zahlreichen, bedeutenden Konzertfestivals in Europa. Barockspezialisten wie Jordi Savall, Sigiswald Kuijken und insbesonders die Zusammenarbeit mit Thomas Hengelbrock prägten seine Entwicklung zu einem stilsicheren Interpret Alter Musik. Peter Kennel ist jedoch auch ein gefragter Sänger für zeitgenössische Konzert- und Opernliteratur (Mochizuki, Jarrell, Scartazzini, Henze, Felder etc.) und stellt bisweilen sein schauspielerisches Talent unter Beweis, etwa als „Geist“ von Hamlets Vater in Shakespeares Bühnenstück Hamlet am Stadttheater Bern (Regie Erich Sidler).

 

Peter Kennel gehört heute zu jenen aussergewöhnlichen Musikern, welche die grosse Begabung besitzen, Musik durch Erfahrung, Persönlichkeit und Ausstrahlung zu einem starken emotionalen Erlebnis für die Zuhörenden machen zu können.